| Auguste Rodin – Das eherne Zeitalter |
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Vor dem Hintergrund des ersten Titels und der Niederlage Frankreichs im französisch-preußischen Krieg (1871) sowie anhand der Lanze und der eingeritzten Stirnwunde, hätte der Betrachter Rodins Werk emphatisch-narrativ oder national-symbolisch auffassen können. Die Skulptur hätte einen Anstoß gegeben, um über den Krieg nachzudenken oder Vermutungen über das Schicksal des dargestellten Soldaten anzustellen. Leicht hätte man Verbindungen ziehen können zu anderen antiken oder neuklassischen Darstellungen von Lanzen- oder Speerträgern. Möglicherweise veranlasst durch erste Reaktionen oder aus eigenen Überlegungen heraus entschied sich Rodin aber, die leicht veränderbaren symbolischen und narrativem Teile, nämlich Titel und Lanze, zu entfernen, um den Blick des Betrachters auf die Gestalt und Form des Mannes zu lenken.Ich möchte dieser Aufforderung konsequent folgen und werde nach meiner Betrachtung der Haltung und der Proportionen die Form der Skulptur unter verschiedenen Betrachtungswinkeln beschreiben, ohne mich dabei auf kunstgeschichtliche Vergleiche zu stützen. Für die Beschreibung und Analyse von Haltung und Proportion, ziehe ich der Anschaulichkeit halber den Doryphoros von Polykleitos als Vergleich heran – eine Skulptur, die Rodin, wie die griechische Plastik überhaupt, von seinen Studien der Antikensammlung des Louvre sehr vertraut war. ... Die komplette Seminararbeit gibt es als PDF inklusive aller Bilder. |



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