Geschichten, Szenen..
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Siehe auch Abriss einer Reise nach..(Performance) in der Kategorie Filme..
Die beiden Männer warteten. Auf den Bus. Ich wartete auch; worauf wusste ich nicht. Die Kuh wartete nicht. Oder zumindest wusste sie nicht, ob sie wartete. Die Kuh ließ mich wissen, du bist in Indien. Ich hatte mal einen Onkel, der nach Indien gefahren war um sich selbst zu finden. Mittlerweile handelte er mit Pashmina-Schals aus dem Himalaja.
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»Ist Hase auch zu kaufen? Oder nur Käfig?«
Jule wippte in ihrem Klappstuhl und schaute auf den Typen in schmieriger Lederjacke. Wer weiß, was der mit dem kleinen Herbie anrichten würde? Zögernd zog sie an ihrer Kippe. Obwohl, eigentlich war es sowieso immer ich, die ihn gefüttert hat und sie hat’s nicht anders verdient, sagte sie sich und verkaufte Anjas Kaninchen samt Käfig für 30 Euro. Ihr Handy empfing piepsend eine Mitteilung: »Hey Süße, bin noch bei meinem Bruder und helfe ihm über seinen Heterokummer hinweg. Kuss. Anja.«
Jule blies Rauch durch ihre Zähne. Sie hätte schon früher drauf kommen können. »Ist die echt Gucci? Wieso willst du die nicht mehr?«
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Im alter jib et immer ne Aber
De hab isch jeschenkt bekomme. Da wa ich hinte in de Bäckerei. Und da sacht die Verkäuferin zu mir. Da hat ne junge Mann wat abjejeben für dich. (Junge Mann sach ich. Ne. Der is egentlich 72) Und da war dat die Tasche hier. Da tu isch jetzt Einkäufe rinn.
Ja (auf zwei Teddies deutend). Dat sind meine Kinder.
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Ansgar hob den massigen Kopf und lenkte seinen Blick durch den Torbogen des Bahnhofs hindurch nach Norden auf einen fernen Punkt entlang der Gleise. Während seiner zweimonatigen Dienstzeit hatte er festgestellt, dass für einen wartenden Schaffner kein anderer Blick in Frage kam. Die Reisenden mussten bei seinem Anblick stets von der Unabdingbarkeit des Weiterkommens, von einer permanenten Zielstrebigkeit überzeugt sein. Dass diese
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Neue Version!! Jetzt mit kritischen Anmerkungen!!!
Eines Tages schlugen die Bücher zu. Überall. Wo auch immer ein offenes Buch lag oder gelesen wurde, war es im nächsten Moment fest verschlossen. Heilige Schriften in Kirchen, Schundromane an Bushaltestellen, Klassiker in bürgerlichen Wohnzimmern, Formelsammlungen in Instituten, Wörterbücher in Strandcafés. Einige (besonders Schul- und Gesetzbücher) klappten sogar so heimtückisch und brutal zu, dass sie ihren Lesern die Finger einquetschten.
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Der Wecker hatte bereits einige Male geklingelt und durch die Zimmertür hörte Lena die beiden Schwestern beim zweistimmigen Fönkonzert. Sie hatte zu lange geschlafen. Normalerweise stand sie auf, wenn die Schwestern noch darüber stritten, wer von ihnen Brombeerrot, Neon-Blau oder Douglas-Türkis tragen sollte. Welche Farbe sie trug, war unwichtig. Für ihre Schwestern war sie »Lenchen« – noch viel zu klein, um mit ihnen verwechselt zu werden. Ohne das Licht anzumachen, stand sie auf und stolperte über das Buch, mit dem sie eingeschlafen war. Nur mit Mühe konnte sie sich an der Bettkante abstützen.
Da sie während des Sturzes ein Reißen vernommen hatte, machte sie Licht und griff nach dem Fotoband. Tatsächlich war auf der
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Raoul schaute auf das Straßenschild, das in einiger Entfernung an einer Hauswand hing. In der Dunkelheit konnte er ein großes »S« ausmachen, mehr nicht. Egal, dachte er. Die U-bahnstation finde ich schon. Leicht schwankend ging er weiter. Entlang an den eingezäunten Kellerlöchern der anliegenden Häuser. Er kam von seiner Diplomfeier, ohne dass ihm feierlich zumute war. War ihm auch nie gewesen. Gut, dass ich das Studium zu Ende gebracht habe, aber jetzt muss etwas Neues her. Ein Café aufmachen, oder einfach nach Indien und bei meinem Onkel arbeiten. Er wusste es noch nicht genau, aber er würde schon etwas finden.
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-Ziemlich mollig ist sie geworden, dachte Herr Gritzbach, während er seine Frau musterte, die auf dem Bauch neben ihm lag. Früher ging sie schon im Frühling einen neuen Bikini kaufen, natürlich zusammen mit mindestens drei Freundinnen. Heute wartet sie bis September, bemerkt, dass der vom letzten Jahr nicht mehr passt und dann ist die Badezeit auch schon vorbei. Er grinste zynisch und merkte nicht, dass er seinerseits eingehend betrachtet wurde.
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Klaus-Peter ist ein zurückgezogener Eigenbrötler. Nur in seiner Wohnung in Bergisch Gladbach fühlt er sich halbwegs sicher, bis eines Tages ein Teppich auf seinem Ballon landet. Seine Satelitenschüssel ist blockiert und zu allem Unglück ist da noch der Nachbar von eins höher, der nicht nur seinen Teppich sucht, sondern auch noch einen Gesprächspartner.
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Bei einem dreimonatigen Aufenthalt in Kenia verbrachte ich einige Tage in Mombasa. Die Stadt ist seit langem einer der wichtigste Hafen für ganz Ostafrika. Für die Verschiffung von Zuckerrohr, Kaffee und Fisch, als Anlaufstelle für Coca-Cola und andere westliche Produkte und als amerikanische Marine-Basis. Der internationale Handel machte Mombasa auch zu einem kulturellem Umschlagsplatz. Im einmaligen Mit- (und Gegeneinander) von indischer, arabischer, westlicher und afrikanischer Kultur gedeihen eine Unmenge von Träumen und Geschichten. Aus dieser Inspiration entstand dieses Drehbuch, auch eine Art Reisebericht, wenn man so will.
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Once on a time a baby was born in Hamburg. Usually one would rejoice at such a miraculous and promising event. Alas, the baby was the third-born child in its family. Hamburg's population was growing rapidly. At the same time it seemed that with every new face in the city a piece of land was irrevocably lost to the sea. It was therefore decided by the city council to pass a law,
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Honoré Daumier: Un buro d'attente d'omnibus, 1862 Monde illustré
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Perlenketten um die Knöchel geben leise klirrend den Auftakt. Zwei goldbraune Beine schwingen sich aus dem Verschlag des Wagons. Sie landen mit einem satten Klack von schwarzen Sandalen sicher auf dem Pflaster, während ein weißes Leinenkleid wie ein zartes Echo nachschwingt. In einem Peitschenknall beugt sich der Kopf und schmeißt ihre Haare nach vorne wie der Mistral einen Ginsterbusch. Und wie Schwanenflügel strecken sich dann von unten zwei schimmernde Hände empor, ziehen die Haare zu den Seiten und setzen dem Kopf einen goldgelbenen Sonnenhut auf, der im Scheine der Laterne wie warmer Ahornsirup über ihr Gesicht fließt. Ihr roter Mund kräuselt sich zu einem Lächeln und trifft wie ein plötzliches Leuchtfeuer genau meine Augen.
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